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Kaufen, Leihen und Second Hand

Brautkleid ausleihen

Wenn Sie Ihr Brautkleid nach der Hochzeit nicht behalten möchten, müssen Sie es nicht kaufen. Sie wählen ein verfügbares Kleid aus, probieren es an und geben es nach der Feier zurück. Ob Mieten günstiger ist als Kaufen, hängt vom Mietpreis und den Zusatzkosten ab.

Klären Sie vor der Buchung, welche Änderungen der Verleih erlaubt, wer das Kleid reinigt und wie hoch die Kaution ist. Jeder Verleih hat eigene Bedingungen.

Anprobe, Reservierung und Rückgabe

Vereinbaren Sie zunächst einen Anprobetermin. Im Geschäft probieren Sie verfügbare Kleider an und prüfen, wie sie sitzen und sich bewegen lassen. Wenn Sie sich entschieden haben, reserviert der Verleih das Kleid für Ihren Hochzeitstermin. Anschließend vereinbaren Sie die Abholung und Rückgabe.

Fragen Sie bei der Anprobe konkret nach Änderungen. Manche Anbieter passen Kleider individuell an, andere erlauben nur kleinere Eingriffe oder schließen dauerhafte Änderungen aus. Klären Sie auch, ob etwa das Kürzen des Saums, das Versetzen von Trägern oder eine Änderung der Passform möglich ist und was diese Arbeiten kosten.

Wie lange Sie das Kleid mieten können, hängt vom Anbieter ab. Die Mietzeit beträgt zum Beispiel fünf Tage bis zu zwei Wochen. Lassen Sie sich Abhol- und Rückgabetag schriftlich bestätigen. Fragen Sie außerdem, was bei einer verspäteten Rückgabe oder einer Änderung Ihrer Hochzeitspläne gilt.

Mietpreis und Zusatzkosten

Die veröffentlichten Preise einzelner deutscher Verleihe unterscheiden sich deutlich. Ein Anbieter nennt Preise von 99 bis 499 Euro, ein anderer von 350 bis 800 Euro. Das sind Beispiele einzelner Anbieter, keine allgemeine Preisspanne.

Vergleichen Sie den Gesamtpreis. Zur Leihgebühr können Kosten für Änderungen und Reinigung hinzukommen. Auch Zubehör, Versand oder eine längere Mietzeit können extra berechnet werden. Eine Kaution ist bei vielen Anbietern vorgesehen. Sie wird nach der Rückgabe und Prüfung des Kleides erstattet; bei Schäden oder schwer entfernbaren Flecken kann der Verleih Kosten einbehalten. Fragen Sie vor Vertragsabschluss nach der Höhe und den Bedingungen.

Brautkleid auswählen und anprobieren

Je nach Sortiment finden Sie schlichte Kleider und Kleider mit A-Linie, die nach unten breiter werden. Dazu kommen Modelle im Prinzessinnenstil, figurbetonte Meerjungfrauenkleider, Boho- und Vintage-Modelle sowie Zweiteiler. Manche Verleihe führen auch kurze Kleider oder besondere Stile für Themenhochzeiten. Auswahl, Größen und Verfügbarkeit unterscheiden sich von Geschäft zu Geschäft.

Nennen Sie dem Verleih bei der Terminvereinbarung Ihr Hochzeitsdatum und Ihre bevorzugten Schnitte. Teilen Sie auch Ihre Kleidergröße mit. So erfahren Sie, welche Modelle an diesem Tag verfügbar sind. Probieren Sie das Kleid möglichst mit den Schuhen und der Unterwäsche an, die Sie zur Hochzeit tragen möchten. Dabei sehen Sie, ob Länge und Sitz stimmen.

Wenn Sie umfangreiche Änderungen wünschen oder ein individuell angefertigtes Kleid suchen, fragen Sie den Verleih, ob er das anbietet. Größere oder dauerhafte Anpassungen sind bei Mietkleidern nicht überall möglich. In diesem Fall lohnt sich auch ein Preisvergleich mit einem Kaufkleid.

Rückgabe und Vertrag

Nach der Hochzeit geben Sie das Kleid zum vereinbarten Termin zurück. Je nach Anbieter ist die Reinigung im Mietpreis enthalten oder wird separat berechnet. In manchen Fällen müssen Sie sie selbst organisieren. Ändern oder reinigen Sie das Kleid nicht selbst, bevor Sie die Vorgaben des Verleihs geprüft haben.

Lesen Sie vor der Unterschrift die Bedingungen zu Kaution, Reinigung, Schäden, Stornierung und verspäteter Rückgabe. Lassen Sie außerdem festhalten, welche Anpassungen vereinbart wurden und welche Kosten dafür anfallen. So wissen Sie, welche Ausgaben vor und nach der Feier noch entstehen können.