Harmonische Brautjungfernkleider auswählen
Brautjungfern begleiten die Braut durch die Vorbereitungen und stehen ihr am Hochzeitstag zur Seite. Ihre Kleider prägen das Hochzeitsbild und verbinden die Braut optisch mit der Hochzeitsgesellschaft. Ein harmonisches Gesamtbild entsteht nicht dadurch, dass alle dieselbe Farbe tragen. Stilrichtung, Schnitt und Material sind mindestens so wichtig wie der Farbton.
Nur die Farbe reicht nicht
Viele Brautpaare fangen bei der Abstimmung mit einer Farbpalette an. Der Farbton spielt durchaus eine Rolle, besonders bei Nuancen wie Ivory, reinem Weiß, Champagner oder Rosé. Wer sich aber nur auf die Farbe konzentriert, übersieht, was ein Bild wirklich zusammenhält: Stilrichtung, Formalitätsgrad und Materialwirkung.
Ein Beispiel: Trägt die Braut ein romantisch-verspieltes Kleid mit fließendem Stoff, wirken streng geschnittene, glatte Brautjungfernkleider in derselben Farbe nicht stimmig. Die Farben passen, aber die Kleider wirken gegensätzlich. Umgekehrt gilt dasselbe. Farbe allein schafft keine Harmonie, sie kann sie nur unterstützen.
Stil vor Farbe
Der bessere Ausgangspunkt ist der Stil des Brautkleides. Schauen Sie sich zuerst an, welche Richtung das Kleid der Braut vorgibt: Ist es romantisch, klassisch, modern oder clean? Diese Richtung bestimmt, welche Brautjungfernkleider dazu passen.
Dazu gehören drei Aspekte. Die Stilrichtung: Ein fließendes, verspieltes Brautkleid verträgt fließende Stoffe und weiche Schnitte bei den Brautjungfern. Ein klares, schlichtes Brautkleid wirkt mit ebenso klaren Kleidern stimmig. Der Formalitätsgrad: Die Brautjungfernkleider sollten zum Anlass und zum Brautkleid passen, von leger bis festlich. Und die Materialwirkung: Leichte Stoffe wie Chiffon wirken weich und romantisch, strukturierte Stoffe modern und präsent. Achten Sie auch darauf, wie die Stoffe auf Fotos wirken, denn dort sieht man sie am längsten.
Koordination statt Uniform
Perfekt aufeinander abgestimmt heißt nicht, dass alle Brautjungfern dasselbe Kleid tragen. Jede Frau sollte sich in ihrem Kleid wohlfühlen, und das gelingt selten mit einem einzigen Schnitt für alle Körperformen. Unterschiedliche Schnitte sind ausdrücklich erlaubt, solange Stilrichtung und Farbfamilie zusammenpassen.
Ein harmonisches Bild lebt von Koordination, aber auch von Charakter. Die schönste Wirkung entsteht, wenn Brautkleid, Accessoires und Brautjungfernkleider eine gemeinsame Richtung haben. Sie müssen nicht streng aufeinander abgestimmt sein. Ein Partnerlook ist nicht das Ziel. Entscheidend ist ein Gesamtbild, das natürlich wirkt. Wenn jede Brautjungfer einen Schnitt wählt, der zu ihr passt, und alle in derselben Farbfamilie bleiben, entsteht genau das.
Das Gesamtbild mit dem Brautkleid abstimmen
Konkret heißt das für die Auswahl: Nehmen Sie das Brautkleid als Ausgangspunkt und besprechen Sie zuerst dessen Stil, bevor Sie über Farben reden. Legen Sie dann eine Farbfamilie fest, die zum Brautkleid und zum Hochzeitsthema passt. Ein einziger exakter Farbton ist nicht nötig. Mehrere Nuancen derselben Familie wirken oft lebendiger.
Lassen Sie jede Brautjungfer aus dieser Farbfamilie einen Schnitt wählen, der zu ihrer Figur passt. Vergleichen Sie die Stoffe im Tageslicht und, wenn möglich, bei der Beleuchtung der Location. Planen Sie außerdem genug Zeit für Anproben und Änderungen ein, denn selten sitzt ein Kleid ohne Anpassung perfekt.