Brautkleid leihen: So funktioniert die Miete fürs Hochzeitskleid

Wer ein Brautkleid nur für den Hochzeitstag braucht, muss es nicht kaufen. Viele Brautmodengeschäfte und Online-Anbieter vermieten Hochzeitskleider. Die Miete kostet meist etwa ein Drittel des Kaufpreises. Nach der Hochzeit geben Sie das Kleid zurück und zahlen nur die Miete. Änderungen und Reinigung kommen hinzu. Das spart Geld, schont die Umwelt und macht auch kurzfristige Hochzeiten möglich.

Was das Leihen kostet

Die Miete für ein Brautkleid beginnt bei etwa 800 Euro. Zum Vergleich: In Deutschland geben Bräute im Schnitt zwischen 500 und 2.000 Euro für ihr Hochzeitskleid aus, wenn sie es kaufen. Die Miete liegt also deutlich darunter. Allerdings kommen zum Mietpreis noch zwei Kosten hinzu: die Anpassung durch eine Schneiderin und die Reinigung nach der Rückgabe. Planen Sie diese Kosten von Anfang an ein, damit das vermeintliche Schnäppchen nicht teurer wird als gedacht.

Wie der Ablauf funktioniert

Das Mieten ähnelt dem Kauf eines Brautkleids, hat aber ein paar Besonderheiten. Sie vereinbaren einen Termin zur Anprobe, probieren verschiedene Modelle an und wählen Ihr Kleid aus. Anschließend schließen Sie einen Mietvertrag ab. Darin stehen Mietdauer, Preis und Rückgabebedingungen. Bei manchen Anbietern, etwa dem Berliner Geschäft White Silhouette, läuft die Anprobe genauso ab wie beim Kauf. Etwa 40 Prozent der dortigen Brautkleider und alle kurzen Partykleider lassen sich mieten.

Wichtig ist der Zeitpunkt der Anprobe: Sie sollte höchstens neun Monate vor dem Hochzeitstermin stattfinden. Wer später kommt, riskiert, dass das Wunschkleid für den Termin bereits vergeben ist. Gleichzeitig ist das Leihen flexibler als der Kauf, weil Sie nicht auf lange Lieferzeiten warten müssen. Viele Kleider sind direkt im Geschäft oder Lager verfügbar.

Änderungen und Anpassung

Ein gemietetes Kleid sitzt selten perfekt, wenn es aus dem Sortiment kommt. Bei Mietkleidern sind die Änderungen nur provisorisch. Eine Schneiderin steckt das Kleid so ab, dass es am Hochzeitstag passt. Sie nimmt aber keine dauerhaften Nähte vor. Nach der Rückgabe wird das Kleid wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt, damit das nächste Brautpaar es nutzen kann.

Bei White Silhouette passen die Schneiderinnen das Kleid erst am Montag vor der Hochzeit an, wenn die Trauung auf Freitag oder Samstag fällt. Das hat einen praktischen Grund: Je näher am Termin, desto genauer stimmen die Maße. Das Gewicht schwankt in den letzten Wochen oft noch. Für Bräute, die weit vorher anreisen oder das Kleid früher abholen möchten, ist dieser späte Termin ein Nachteil. Fragen Sie beim Anbieter nach, wann die letzte Anprobe möglich ist und ob Ihr Reiseplan das zulässt.

Mietdauer, Kaution und Rückgabe

Die Mietdauer ist fest begrenzt. Üblich sind fünf Tage. Bei einer Samstagshochzeit ist das meist von Donnerstag bis Montag. Das Kleid muss am fünften Tag zurückgegeben werden, nicht erst nach der Flitterwoche. Planen Sie also ein, wann Sie das Kleid abholen und wann Sie es wieder abgeben. Wer das Kleid länger behalten möchte, muss das vorab klären oder einen Aufpreis zahlen, falls der Anbieter das anbietet.

Zusätzlich verlangen die meisten Vermieter eine Kaution in bar. Sie bekommen sie bei der Rückgabe zurück. Die Kaution deckt mögliche Schäden oder starke Verschmutzungen ab. Kontrollieren Sie das Kleid bei der Abholung gemeinsam mit dem Personal auf Flecken oder Risse. So haften Sie später nicht für Schäden, die Sie nicht verursacht haben. Auch bei der Rückgabe lohnt sich ein genauer Blick, am besten mit Zeugin oder Zeugen.

Was Sie vor der Buchung klären sollten

Die Auswahl an mietbaren Kleidern ist kleiner als beim Kauf. Nicht jedes Modell lässt sich mieten. Auch die Größen sind begrenzt. Prüfen Sie deshalb früh, ob der Anbieter Ihren Stil und Ihre Größe im Programm hat. Fragen Sie außerdem nach den genauen Vertragsbedingungen: Was passiert bei Flecken oder Rissen? Wer trägt die Reinigungskosten? Gibt es eine Möglichkeit, das Kleid vorab noch einmal anzuprobieren?

Ein weiterer Punkt ist die Terminplanung. Die Anprobe sollte spätestens neun Monate vorher stattfinden. Die Änderungen erfolgen erst kurz vor der Hochzeit. Deshalb brauchen Sie einen festen Zeitplan. Wer spontan heiratet oder aus dem Ausland anreist, sollte früh klären, ob der Anbieter die späte Anpassung mitmacht. Die Konditionen unterscheiden sich von Geschäft zu Geschäft. Die Angaben hier beziehen sich auf das Beispiel White Silhouette. Holen Sie sich bei anderen Anbietern die Bedingungen schriftlich, bevor Sie unterschreiben.