Brautkleid-Stile von klassisch bis Vintage
Wenn Sie ein Brautkleid suchen, beschreibt die Schnittform die Form des Kleides und der Stil seine Wirkung. Ein Kleid kann zum Beispiel A-Linie haben und schlicht, romantisch oder vintage-inspiriert wirken.
Vergleichen Sie Ausschnitt, Ärmel, Stoff und Rockweite. An einzelnen Merkmalen sehen Sie oft schneller, was Ihnen gefällt, als beim Betrachten ganzer Kleider.
Welche Schnittform passt?
Die gängigen Schnittformen geben eine erste Orientierung. Ihre Übergänge sind fließend, und wie ein Kleid sitzt, hängt auch von Stoff, Verarbeitung und persönlichem Tragegefühl ab.
A-Linie
Bei einer A-Linie liegt das Oberteil am Körper an; der Rock wird zum Saum hin weiter. Die Form wirkt ausgewogen und lässt sich mit vielen Oberteilen, Ausschnitten und Stoffen kombinieren. Probieren Sie verschiedene Rockweiten aus, denn schon kleine Unterschiede verändern den Fall des Kleides.
Duchesse und Prinzessin
Ein schmales Oberteil trifft bei diesen Kleidern auf einen weit ausladenden Rock. Tüll oder ein Reifrock verstärken das Volumen. Probieren Sie bei der Anprobe auch aus, wie Sie sitzen, gehen und Treppen steigen können. So zeigt sich, ob Rockweite und Gewicht im Alltag des Hochzeitstags angenehm sind.
Empire
Bei einem Empirekleid sitzt die Taillennaht direkt unter der Brust. Der Rock fällt von dort aus weiter und häufig weich nach unten. Ein leicht fließender Stoff unterstreicht die lockere Silhouette.
Meerjungfrau
Meerjungfrauenkleider liegen an Taille, Hüfte und Gesäß eng an. Erst weiter unten öffnet sich der Rock. Der enge Schnitt betont die Körperlinie und kann Ihre Schritte zugleich einschränken. Gehen Sie deshalb bei der Anprobe ein paar Schritte und prüfen Sie, wie viel Bewegungsfreiheit Sie brauchen.
Etui und kurze Kleider
Ein Etuikleid fällt schmal und gerade und verzichtet auf viel Rockvolumen. Kurze, knöchellange oder wadenlange Kleider bieten eine Alternative zur bodenlangen Robe. Bei kürzeren Säumen rücken Schuhe stärker in den Blick.
Auch zweiteilige Kombinationen sind eine Möglichkeit: Oberteil und Rock lassen sich, je nach Angebot, separat auswählen. So können unterschiedliche Materialien oder Details zusammenkommen.
Welcher Stil gefällt Ihnen?
Stilrichtungen beschreiben den Eindruck eines Kleides. Sie schließen sich nicht gegenseitig aus: Ein schlichtes Kleid kann klassisch wirken, ein romantisches Kleid Vintage-Details tragen.
Klassisch und schlicht
Ein klassischer Look verbindet häufig eine bodenlange Silhouette mit Weiß oder einem verwandten Farbton. Spitze, ein Schleier oder dezente Verzierungen können dazugehören. Diese Elemente sind jedoch keine festen Vorgaben. Ein klares Etuikleid kann ebenso festlich wirken, besonders wenn Stoff und Schnitt für sich sprechen.
Schlichte Kleider lassen sich mit Schmuck, einer Stola oder einem Bolero ergänzen. Solche Accessoires sind eine persönliche Wahl und müssen das Kleid nicht erst „vollständig“ machen.
Romantisch und verspielt
Spitze, florale Muster, Perlen und weich fallende Stoffe geben einem Kleid eine romantische Wirkung. Ein weiter Rock oder Pastelltöne wie Rosé können den Eindruck verstärken, sind aber keine Voraussetzung. Auch ein einzelner Spitzeneinsatz oder ein besonderer Ärmel setzt einen verspielten Akzent.
Extravagant
Ungewöhnliche Farben, asymmetrische Säume, auffällige Rüschen oder starke Kontraste prägen extravagante Kleider. Schwarz-weiße Kombinationen oder klare, ungewöhnliche Schnitte sind weitere Möglichkeiten. Wählen Sie Details, die zu Ihrem Stil und zur Feier passen.
Vintage
Vintage bezeichnet eine nostalgische Anmutung, keine bestimmte Schnittform. Historische Einflüsse zeigen sich etwa in Knopfreihen, Spitzen, Kragenformen oder weich fallenden Stoffen. Die Details können an verschiedene Epochen erinnern. Ein vintage-inspiriertes Kleid kann daher schlicht oder üppig, hochgeschlossen oder mit einem offenen Ausschnitt gestaltet sein.
Stoffe und Details vergleichen
Der Stoff beeinflusst, wie ein Kleid fällt, glänzt und sich bewegt. Chiffon wirkt häufig leicht und fließend, Satin hat eine glatte, glänzende Oberfläche. Tüll kann dem Rock mehr Volumen geben, während Taft mehr Stand schafft. Spitze setzt Muster und Struktur, zum Beispiel als Einsatz, Ärmel oder Besatz. Auch die Verarbeitung und die Zusammensetzung des Stoffes beeinflussen diese Eigenschaften.
Achten Sie bei der Anprobe nicht nur auf den Gesamteindruck. Prüfen Sie auch, wie sich Ärmel, Ausschnitt und Verschluss anfühlen und ob die Schleppe beim Gehen stört. Ein Schleier, Kopfschmuck oder passende Schuhe können den Look ergänzen. Sie sind ebenso frei wählbar wie die Farbe des Kleides.
Farbe und Tradition
Weiß ist in vielen westlichen Brautbildern verbreitet. Die Hochzeit von Königin Victoria im Jahr 1840 trug dazu bei, das weiße Brautkleid populär zu machen. Sie war jedoch nicht die erste Braut, die Weiß trug. Eine allgemeingültige Regel, dass nur die Braut Weiß tragen darf, lässt sich daraus nicht ableiten.
Neben Weiß kommen etwa Wollweiß, Creme, Champagner, Gold oder Pastelltöne infrage. Auch kräftige Farben sind möglich. Wählen Sie einen Ton, in dem Sie sich wohlfühlen, und stimmen Sie bei Bedarf Make-up und Accessoires darauf ab. Bei einer Feier mit festgelegtem Dresscode oder bestimmten regionalen Erwartungen lohnt sich ein Blick auf die Wünsche des Brautpaars und der Gäste.
Schwangerschaft und Hochzeitsdirndl
Wenn Sie schwanger heiraten, können ein fließender Schnitt, ein flexibler Verschluss und ausreichend Platz am Bauch angenehm sein. Welches Kleid passt, hängt vom Zeitpunkt der Hochzeit und Ihrem persönlichen Tragegefühl ab. Planen Sie auch ein, dass Änderungen nötig sein können.
Ein Hochzeitsdirndl ist besonders in Regionen mit Trachtentradition eine festliche Alternative. Mieder, Rock und Schürze lassen sich je nach Modell schlicht oder aufwendig gestalten. Länge, Stoff und Schuhe sollten zusammenpassen; flache Schuhe sind ebenso eine Option wie Pumps.
Brautkleid bei der Anprobe auswählen
Suchen Sie zunächst Bilder von Details, die Ihnen gefallen, etwa von einem bestimmten Ausschnitt oder einer Spitze. Suchen Sie bei der Anprobe nicht nur nach genau diesem Gesamtbild, sondern probieren Sie unterschiedliche Schnittformen aus. So erkennen Sie, ob Ihnen vor allem die Silhouette, der Stoff oder einzelne Verzierungen wichtig sind.
Bewegen Sie sich im Kleid und achten Sie auf Sitz, Gewicht und Bewegungsfreiheit. Regeln dazu, welche Form zu welchem Figurtyp passt, sind höchstens eine Orientierung. Ihr eigener Eindruck bei der Anprobe zählt mehr.