Welcher Brautkleid-Schnitt passt zu Ihnen?

Die Silhouette ist die Grundform des Brautkleides. Sie bestimmt, wie Sie sich am Hochzeitstag fühlen: elegant, verspielt, sexy oder königlich. Bevor Sie Stoffe, Verzierungen oder den Preis wählen, steht der Schnitt. Die A-Linie schmeichelt fast jeder Figur; der richtige Schnitt betont Ihre Vorzüge.

A-Linie, Prinzessin und Meerjungfrau

Die A-Linie ist der Klassiker unter den Brautkleidern. Sie sitzt oben schmal und fällt ab der Taille weich und ausgestellt über Hüften und Beine. Weil sie die Taille betont und über Problemzonen hinwegfließt, schmeichelt sie jedem Körpertyp. In der Branche gilt sie als der meistgewählte Schnitt. Häufig ist von rund 60 Prozent aller Bräute die Rede.

Das Prinzessinnenkleid kombiniert ein figurbetontes Oberteil mit einem voluminösen Rock. Der Schnitt wirkt königlich und dramatisch. Er eignet sich für Bräute, die großen Auftritt mögen. Der weite Rock braucht Platz, etwa in einer Kirche oder einem Festsaal mit viel Bewegungsfreiheit.

Die Meerjungfrau-Silhouette liegt eng am Körper an, bis etwa zur Hüfte oder zum Oberschenkel, und stellt sich erst darunter aus. Der Schnitt setzt Kurven gezielt in Szene und wirkt sinnlich. Er verzeiht wenig, denn er folgt jeder Linie des Körpers. Wer sich darin wohlfühlt und die Figur zeigen möchte, findet hier eine starke Wahl.

Neben diesen drei Grundformen gibt es weitere Schnitte wie Empire, Etui oder Ballonkleid, die je nach Mode und Hersteller variieren. Fragen Sie im Brautgeschäft gezielt nach diesen Alternativen, falls die drei Hauptformen nicht passen.

So bestimmen Sie Ihren Figurtyp

Bevor Sie Kleider anprobieren, lohnt sich ein ehrlicher Blick auf die eigene Figur. Ziehen Sie enganliegende Kleidung an und lassen Sie sich von einer Person fotografieren, am besten bei Tageslicht und aus Augenhöhe. Auf dem Foto erkennen Sie die Proportionen besser als im Spiegel, weil Sie das Bild aus Distanz betrachten.

Die gängigen Figurtypen sind die Sanduhrfigur, die Birnenfigur, die Apfelfigur und der gerade Typ. Die Sanduhrfigur hat ausgeglichene Schultern und Hüften und eine schmale Taille. Die Birnenfigur hat breitere Hüften. Die Apfelfigur hat eine betonte Körpermitte. Der gerade Typ hat wenig Taillendefinition. Diese Einordnung ersetzt keine professionelle Beratung, gibt Ihnen aber eine gute Grundlage für die ersten Anproben.

Welcher Schnitt zu welcher Figur passt

Das richtige Kleid setzt Kurven in Szene, kaschiert kleine Pölsterchen an Bauch und Hüften oder lässt eine kleine Oberweite größer wirken. Drei Beispiele zeigen, wie die Zuordnung funktioniert.

Die A-Linie ist die sicherste Wahl für die Birnenfigur, weil der ausgestellte Rock über die Hüften fließt und die Taille betont. Auch bei einer Apfelfigur lenkt der Schnitt vom Bauch ab und schafft eine weibliche Linie.

Das Prinzessinnenkleid betont das Oberteil und die Taille und eignet sich besonders für kleine Bräute, die optisch an Länge gewinnen möchten. Der volle Rock lässt die Taille schmaler wirken, verlangt aber eine gute Stütze im Oberteil.

Die Meerjungfrau passt am besten zur Sanduhrfigur, weil sie die Kurven betont und die schmale Taille hervorhebt. Wer eine kleine Oberweite ausgleichen möchte, wählt ein Oberteil mit Verzierungen, Drapierung oder einem Bügel, der die Brust sanft anhebt.

Egal ob mollig oder zierlich, klein oder groß: Mit der richtigen Schnittform, dem passenden Dekolleté und Details wie Gürteln, Stickereien oder einem tiefen Rückenausschnitt heben Sie die Vorzüge Ihrer Figur hervor. Lassen Sie sich im Geschäft mehrere Schnitte zeigen, auch solche, die Sie zunächst nicht in Betracht gezogen haben.

So sitzt das Kleid richtig

Ein Brautkleid muss nicht nur wunderschön aussehen, sondern auch perfekt und bequem sitzen. Sie tragen es viele Stunden, vom Standesamt über das Essen bis zum Tanz. Achten Sie darauf, dass Sie sich hinsetzen, treppensteigen und die Arme heben können, ohne dass der Stoff spannt oder verrutscht.

Nehmen Sie zu den Anproben die Schuhe mit, die Sie am Hochzeitstag tragen, und die Unterwäsche, die unter dem Kleid verschwindet. So sehen Sie die echte Länge und den echten Sitz. Eine Änderungsschneiderei kann viel anpassen, aber die Grundsilhouette lässt sich nachträglich kaum verändern. Entscheiden Sie sich deshalb für die Form, die zu Ihrer Figur und Ihrem Wohlbefinden passt. Ein Kleid, das am Bügel überzeugt, kann an Ihnen ganz anders wirken.