Brautkleider im 50er-Jahre-Stil: Petticoats und schwingende Röcke
Ein Brautkleid im 50er-Jahre-Stil hat eine enge Taille, einen weiten, knielangen Rock und darunter einen Petticoat, der den Rock schwingen lässt. Der Look erinnert an die Mode von Audrey Hepburn und Marilyn Monroe, an Rockabilly und Lebensfreude. Kleid und Petticoat werden meist getrennt verkauft. Die Passform ist anders als bei einem modernen, figurbetonten Brautkleid.
Der Petticoat macht den Schwung
Der Petticoat ist ein Unterrock aus Tüll oder Stoff, den man unter dem Rock trägt. Er besteht meist aus mehreren Lagen, hält den Rock in Form und gibt ihm Volumen. Ohne ihn fällt ein 50er-Jahre-Rock flach und verliert seine typische Silhouette. Viele Anbieter verkaufen Kleid und Petticoat separat. Das kann Käuferinnen überraschen, die ein komplettes Outfit erwarten. Prüfen Sie daher vor dem Kauf, ob der Petticoat im Lieferumfang enthalten ist oder ob Sie ihn zusätzlich bestellen müssen.
Ein Petticoat sollte immer etwas kürzer sein als der Rock des Kleides, damit er nicht unter dem Saum hervorlugt. Als Faustregel gilt: Der Petticoat endet etwa zwei bis drei Zentimeter über dem Rocksaum. Achten Sie beim Kauf auf die Weite: Ein Petticoat mit mehreren Lagen Tüll erzeugt mehr Volumen und einen stärkeren Schwung, ein einfacherer Unterrock sorgt für einen dezenteren Look.
Maßanfertigung und Schnürung
50er-Jahre-Kleider sitzen in der Taille eng und betonen die Sanduhrfigur. Viele Modelle sind Maßanfertigungen, bei denen Sie Länge und Größe individuell wählen können. Die Länge misst man oft ab der Taille, also von der schmalsten Stelle des Oberkörpers bis zum gewünschten Saum. Messen Sie diese Strecke am besten mit einem Maßband am Körper, während Sie die Schuhe tragen, die Sie zur Hochzeit anziehen möchten.
Ein wichtiges Detail ist die Schnürung im Rücken. Sie ist nicht nur Deko, sondern ermöglicht es, das Kleid enger oder weiter zu schnüren. Bei manchen Modellen lassen sich Korsettstäbe in die Schnürung einarbeiten, die den Oberkörper stützen und das Kleid in Form halten. Wenn Sie ein solches Kleid kaufen, probieren Sie die Schnürung unbedingt mit der Unterwäsche an, die Sie am Hochzeitstag tragen möchten. Ein gut geschnürtes Kleid sitzt fest, drückt aber nicht und lässt Ihnen genug Bewegungsfreiheit zum Atmen und Tanzen.
Stoff und Pflege
Ein typisches 50er-Jahre-Brautkleid besteht aus einem Baumwollmix mit dezentem Glanz, häufig aus 97 Prozent Baumwolle und 3 Prozent Elasthan. Der Elasthan-Anteil sorgt dafür, dass sich das Kleid der Körperform anpasst und nicht so schnell ausleiert. Baumwolle ist atmungsaktiv und angenehm auf der Haut, was bei einer langen Hochzeitsfeier ein Vorteil ist. Der leichte Glanz des Stoffes wirkt edel, aber nicht aufdringlich.
Beachten Sie, dass Baumwolle knittert. Wenn Sie viel sitzen oder tanzen, können sich Falten bilden. Fragen Sie beim Hersteller nach Pflegehinweisen, bevor Sie das Kleid kaufen. Viele Baumwollkleider müssen chemisch gereinigt werden, andere vertragen einen Schonwaschgang. Planen Sie rechtzeitig, wie Sie das Kleid vor der Hochzeit reinigen und aufbewahren, damit es am großen Tag frisch aussieht.
Farbakzente, Schuhe und Frisur
Der 50er-Jahre-Stil lebt von Details. Viele Kleider haben farbige Satinbänder an der Taille oder am Saum, die Sie individuell wählen können. Eine Organza-Rose am Schleifenbund ist ein klassisches Detail, das den Look verspielt macht. Wenn Sie Farbakzente wählen, stimmen Sie sie auf Ihre Hochzeitsfarben oder Ihren Blumenstrauß ab. Rot, Petrol oder Pastelltöne passen gut zum Vintage-Stil.
Auch Schuhe und Frisur tragen zum Gesamtbild bei. Zu einem knielangen Rock passen Ballerinas, Pumps mit kleinem Absatz oder sogar bunte Slipper, die beim Tanzen hervorblitzen. Eine Hochsteckfrisur oder lockere Wellen ergänzen den Retro-Look. Wer mag, kombiniert eine Perlenkette oder kurze Handschuhe, wie sie in den 50er-Jahren üblich waren.
Tanzen im schwingenden Rock
Der Rock ist zum Bewegen gemacht. Durch den Petticoat schwingt er bei jeder Drehung mit und erzeugt den typischen Schwung, der auf Fotos und beim Tanzen zur Geltung kommt. Achten Sie beim Tanzen darauf, dass der Rock nicht zu weit ist, wenn Sie auf engem Raum feiern. Ein sehr weiter Petticoat kann an Tischen oder Stühlen hängen bleiben.
Wenn Sie den Rock beim Tanzen anheben möchten, greifen Sie ihn seitlich am Saum und heben Sie ihn leicht an. Das sieht elegant aus und verhindert, dass Sie auf den Stoff treten. Üben Sie die Drehbewegungen vorher zu Hause, damit Sie sich am Hochzeitstag sicher fühlen.