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Designer-Brautkleider: Das sollten Sie vor dem Kauf wissen

Ein Designer-Brautkleid stammt von einem bekannten Modehaus oder einer etablierten Brautmodenmarke. Es wird nur in begrenzter Stückzahl produziert. Es kostet meist deutlich mehr als ein durchschnittliches Brautkleid. Für viele Bräute ist es der Höhepunkt der Hochzeitsvorbereitung. Vor dem Kauf sollten Sie Ihr Budget realistisch planen, den richtigen Zeitpunkt für die Suche wählen und wissen, worauf Sie bei Anprobe und Kauf achten müssen.

Was Designer-Brautkleider kosten

Der Preisunterschied zwischen einem normalen Brautkleid und einem Designer-Kleid ist groß. Die meisten Bräute wählen ein günstigeres Kleid. Designer-Kleider kosten meist deutlich mehr und variieren je nach Marke, Stoff und Verarbeitung stark. Nur etwa 10 Prozent der Bräute geben so viel für ihr Kleid aus. Mit einem Designer-Modell wählen Sie also eine Preisklasse, die nicht jeder wählt.

Zu diesem Grundpreis kommen fast immer weitere Kosten hinzu. Änderungen am Kleid, etwa das Kürzen des Saums, das Enger- oder Weiternehmen des Oberteils oder das Anpassen der Träger, kosten je nach Aufwand unterschiedlich. Auch Accessoires wie Schleier, Schuhe, Schmuck und ein passender BH summieren sich schnell auf mehrere hundert Euro. Planen Sie diese Posten von Anfang an in Ihr Budget ein, sonst überrascht Sie die Endsumme beim Abholen des Kleides.

Wann Sie mit der Suche beginnen sollten

Fangen Sie früh genug an, sich mit dem Thema Brautkleid zu beschäftigen. Designer-Kleider werden oft erst nach einer Bestellung gefertigt. Die Lieferzeit kann mehrere Monate betragen. Hinzu kommen die Zeit für die Anproben, die Auswahl des Modells und die anschließenden Änderungen. Wer zu spät startet, muss sich mit dem begnügen, was im Laden sofort verfügbar ist, und verliert die Freiheit, zwischen mehreren Modellen zu wählen.

Ein guter Richtwert ist, etwa ein halbes Jahr vor der Hochzeit mit der Suche zu beginnen. Das gibt Ihnen genug Raum, um verschiedene Läden zu besuchen, sich in Ruhe zu entscheiden und das Kleid rechtzeitig ändern zu lassen. Wenn Sie ein besonders aufwendiges Modell oder einen bekannten Designer im Blick haben, starten Sie lieber noch früher, denn manche Häuser fertigen nur eine begrenzte Anzahl pro Saison.

Wen Sie zur Anprobe mitnehmen

Die Wahl des Brautkleides treffen Sie allein, aber Sie müssen nicht ohne Begleitung hingehen. Nehmen Sie zwei bis drei Menschen mit, die Ihren Stil kennen, ehrlich zu Ihnen sind und akzeptieren, dass die Entscheidung bei Ihnen liegt. Das können die Mutter, die beste Freundin oder die Schwester sein. Wichtig ist, dass diese Personen Ihnen Rückhalt geben und nicht versuchen, Ihnen ihre eigene Vorstellung aufzudrängen.

Zu viele Meinungen führen schnell zu Chaos. Wenn Sie mit fünf oder sechs Personen zur Anprobe gehen, bekommen Sie widersprüchliche Ratschläge und verlieren am Ende das Gefühl dafür, was Ihnen selbst wirklich gefällt. Beschränken Sie die Gruppe bewusst auf die Menschen, deren Urteil Ihnen etwas bedeutet und die Sie bei einer Entscheidung unterstützen, statt sie zu erschweren.

Woran Sie ein hochwertiges Designer-Kleid erkennen

Ein Designer-Kleid unterscheidet sich von günstigeren Modellen vor allem durch die Verarbeitung. Achten Sie beim Anprobieren auf die Nähte: Sie sollten sauber und gleichmäßig sein, ohne lose Fäden oder schiefe Stiche. Der Stoff fühlt sich bei hochwertigen Kleidern schwerer und dichter an. Die Verzierungen wie Perlen, Spitze oder Pailletten sind fest angenäht, nicht nur aufgeklebt. Auch das Innenleben zählt: Ein gutes Kleid hat ein eingearbeitetes Korsett oder eine verstärkte Naht, die den Oberkörper stützt, ohne einzuschneiden.

Kaufen Sie Designer-Kleider möglichst bei einem autorisierten Händler oder direkt im Showroom des Designers. Dort erhalten Sie ein Echtheitszertifikat und die Gewährleistung, dass das Kleid neu und ungetragen ist. Bei dubiosen Online-Angeboten oder Privatverkäufen zu auffällig niedrigen Preisen sollten Sie vorsichtig sein. Prüfen Sie die Etiketten, das Markenlogo und die Verpackung, und fragen Sie nach der Herkunft des Kleides, wenn Sie Zweifel haben.

Änderungen und Anproben einplanen

Nach dem Kauf steht die erste Anprobe an, bei der die Änderungsschneiderin das Kleid an Ihre Figur anpasst. Planen Sie dafür mindestens zwei bis drei Termine ein, denn selten passt ein Kleid vom ersten Mal perfekt. Die erste Anprobe findet meist einige Wochen vor der Hochzeit statt, die letzte kurz vor dem großen Tag. Bringen Sie zu den Anproben die Schuhe mit, die Sie tragen werden, und die Unterwäsche, die Sie unter dem Kleid anziehen möchten. Nur so können Sie die Länge und den Sitz korrekt beurteilen.

Bedenken Sie, dass nicht jede Änderung möglich ist. Ein Kleid lässt sich in der Regel enger machen, aber nur begrenzt weiter, weil die Nähte und der Stoff das nicht zulassen. Wenn Sie zwischen zwei Größen schwanken, wählen Sie lieber die größere, denn das Kürzen und Engernehmen ist einfacher als das Erweitern. Besprechen Sie alle gewünschten Änderungen vorab mit der Schneiderin und lassen Sie sich einen Kostenvoranschlag geben, damit Sie nicht von der Endrechnung überrascht werden.