Knielange Brautkleider für den Sommer
Für eine Sommer- oder Strandhochzeit ist ein knielanges Brautkleid praktisch: Der Saum endet knapp über oder unter dem Knie, Beine und Schuhe bleiben sichtbar. Auf Sand lässt sich darin oft leichter gehen als in einem bodenlangen Kleid, dessen Rock den Boden berührt.
Wie luftig sich das Kleid anfühlt, hängt auch von Stoff, Futter und Zahl der Lagen ab. Probieren Sie es mit den Hochzeitsschuhen an und testen Sie den Schnitt beim Gehen und Sitzen.
Leichte Stoffe und bewegliche Schnitte
Chiffon, Organza, Tüll und Seide wirken oft leicht. Das tatsächliche Tragegefühl hängt aber auch davon ab, wie viele Lagen das Kleid hat und wie es gefüttert ist. Achten Sie bei der Anprobe darauf, ob Ihnen darin warm wird und ob Sie sich frei bewegen können. Ein schlichter Rock mit wenigen Lagen kann sich angenehmer anfühlen als ein kurzer, stark geraffter Tüllrock.
Auch die Rockweite zählt: Ein weit schwingender Schnitt sieht beim Tanzen lebhaft aus, kann das Gehen auf losem Sand aber erschweren. Gehen Sie mit dem Kleid ein paar Schritte und setzen Sie sich hin. So merken Sie, ob der Saum angenehm fällt und der Rock Sie in Ihrer Bewegung einschränkt.
Schuhe und Saum am Strand
Auf feinem Sand sind flache Schuhe, Sandalen oder Barfußgehen oft praktischer als hohe Absätze. Ein knielanger Saum macht die Schuhe gut sichtbar. Nehmen Sie deshalb die vorgesehenen Schuhe zur Anprobe mit: Die Länge sollte beim Stehen, Gehen und Sitzen passen.
Auch ein kurzer Rock kann beim Laufen stören, wenn der Saum weit ausgestellt ist. Bei einer Hochzeit direkt am Strand lohnt es sich, das Kleid auf vergleichbarem Untergrund zu testen. So sehen Sie, wie der Stoff fällt und ob der Schnitt zu Ihrem geplanten Weg zur Trauung passt.
Vokuhila als Zwischenlösung
Ein Vokuhila-Kleid ist vorne kürzer und hinten länger. Der Schnitt zeigt vorn die Beine und hat hinten einen längeren, festlichen Rockteil. Tüll, Spitze und Raffungen sorgen je nach Modell für einen verspielten oder auffälligen Eindruck.
Der längere Teil kann im Sand allerdings verschmutzen oder beim Gehen stören. Prüfen Sie daher, ob das Kleid eine Schleppe hat und ob sich diese hochstecken oder abnehmen lässt. Auch bei einem Vokuhila-Schnitt sollten Sie die Bewegungen testen, die bei Ihrer Feier wichtig sind, etwa Gehen, Sitzen und Tanzen.
Passform statt Figurregeln
Ein knielanger Schnitt lenkt den Blick auf Beine und Schuhe. Daraus folgt keine feste Regel, welche Körperform ihn tragen kann. Entscheidend ist, ob Ihnen die Länge gefällt und Sie sich darin wohlfühlen. Probieren Sie unterschiedliche Rockweiten und Saumlängen an, statt die Auswahl vorab auf bestimmte Figurtypen zu beschränken.
Wenn Sie den Look persönlicher gestalten möchten, kommen auch farbige Kleider infrage. Modelle in Apricot, Schwarz oder Rot sind erhältlich; ob eine solche Farbe zur Feier passt, hängt von Ihrem Stil und dem Rahmen der Hochzeit ab. Probieren Sie die Modelle vor dem Spiegel an und achten Sie darauf, in welchem Kleid Sie sich sicher bewegen und gern fotografieren lassen.