Second-Hand-Brautkleider kaufen
Ein Second-Hand-Brautkleid wurde bereits getragen und wird weiterverkauft. Damit sparen Sie möglicherweise Geld oder finden ein älteres, besonderes Modell. Entscheidend sind Zustand, Passform und mögliche Änderungskosten.
Zustand genau prüfen
Gebrauchte Kleider sind nicht automatisch professionell gereinigt oder mängelfrei. Fragen Sie deshalb nach Flecken, Rissen, Reparaturen und Gebrauchsspuren. Klären Sie vor dem Kauf auch, ob das Kleid gereinigt wurde und ob die Vorbesitzerin es ändern ließ.
Im Geschäft können Sie Nähte, Reißverschluss, Saum und Verzierungen selbst ansehen. Bei einem Onlineangebot sollten aktuelle Fotos das Kleid aus mehreren Blickwinkeln zeigen, besonders mögliche Schäden und abgenutzte Stellen. Eine genaue Beschreibung hilft bei der Einschätzung. Sie können das Kleid aber nicht selbst vor Ort prüfen.
Passform und Änderungen klären
Second-Hand-Kleider sind häufig Einzelstücke. Das Kleid ist daher oft nur in einer Größe erhältlich und wurde vielleicht schon gekürzt oder angepasst. Die Konfektionsgröße allein reicht nicht. Vergleichen Sie Ihre Maße mit denen des Kleides und fragen Sie, was bereits geändert wurde.
Eine Schneiderin oder ein Brautmodenatelier kann vor dem Kauf prüfen, ob sich das Kleid weiter anpassen lässt und was das kostet. Das ist besonders sinnvoll, wenn der Saum bereits gekürzt wurde oder das Kleid aufwendig verarbeitet ist. Probieren Sie das Kleid früh an, damit genug Zeit für Änderungen bleibt.
Laden oder Onlinekauf?
Im Brautmodengeschäft können Sie das Kleid anprobieren, den Stoff fühlen und den Zustand direkt prüfen. Suchen Sie in Brautmodengeschäften, Second-Hand-Läden oder Geschäften für Brautmode, die auch gebrauchte Kleider anbieten. Da einzelne Modelle schnell verkauft sein können, lohnt es sich, früh mit der Suche zu beginnen und mehrere Kleider anzuprobieren.
Beim Onlinekauf sollten neben der Größe genaue Maße und mehrere aktuelle Fotos angegeben sein. Fragen Sie nach Änderungen, Reinigung und bekannten Mängeln. Klären Sie außerdem vor der Zahlung, wie eine Rückgabe geregelt ist. Bei einem Kauf im Internet von einem gewerblichen Händler besteht grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen ab Erhalt, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Für einen Privatkauf gilt dieses Widerrufsrecht nicht. Im Ladengeschäft besteht bei bloßem Nichtgefallen grundsätzlich ebenfalls kein gesetzliches Widerrufsrecht. Mängelrechte sind davon getrennt zu betrachten.
Gesamtkosten vergleichen
Der Kaufpreis allein zeigt nicht, ob ein gebrauchtes Kleid günstig ist.
Rechnen Sie zum Kaufpreis die Kosten für Reinigung, Änderungen und Versand hinzu. Berücksichtigen Sie auch Schuhe, Schleier oder eine Stola. Erst danach sehen Sie, wie viel Geld tatsächlich für andere Hochzeitsausgaben oder die Flitterwochen übrig bleibt.
Vintage und eigene Akzente
Ältere Modelle, besondere Schnitte oder seltene Verzierungen machen gebrauchte Brautkleider für viele Bräute interessant. Ein Kleid, das nicht mehr in aktuellen Kollektionen zu finden ist, kann gut zu einer Hochzeit mit einem bestimmten Stil passen. Accessoires wie eine Stola für eine Winterhochzeit ergänzen das Outfit.
Ob sich das Kleid färben oder neu verzieren lässt, hängt vom Stoff, der Verarbeitung und den vorhandenen Details ab. Lassen Sie es vor solchen Änderungen von einer Fachperson beurteilen. So vermeiden Sie, dass eine Veränderung dem Material oder der Passform schadet.
Kleid später weiterverkaufen
Wenn Sie das Kleid nach der Hochzeit nicht behalten möchten, können Sie es erneut anbieten oder einem Geschäft für den Verkauf in Kommission überlassen. Bei einem Kommissionsgeschäft verkauft das Geschäft das Kleid für die Besitzerin. Jedes Geschäft legt selbst fest, welche Kleider es annimmt. Es kann zum Beispiel Vorgaben zum Zustand, zur Reinigung oder zum Alter des Kleides machen. Auch die Verkaufsdauer und der mögliche Erlös unterscheiden sich je nach Geschäft.