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Brautkleid mieten: Mietvertrag prüfen

Wer ein Brautkleid mietet statt kauft, spart oft mehrere hundert Euro. Doch der Mietvertrag bestimmt die tatsächlichen Kosten. Versteckte Kosten für Reinigung, Schäden oder späte Stornierung können die Ersparnis schnell auffressen. Prüfen Sie vor der Unterschrift, was der Verleih zusichert und was Sie bei Schäden zahlen müssen.

Was im Vertrag stehen muss

Ein seriöser Verleih hält die wichtigsten Bedingungen schriftlich fest. Dazu gehören Mietdauer, Mietpreis, Kaution und Rückgabefrist. Auch die Regelungen für Schäden sollten dort stehen. Fehlen diese Angaben oder bleiben sie vage, fragen Sie nach und lassen Sie sich die Antwort schriftlich geben. Achten Sie besonders auf die Mietdauer. Manche Verleihe rechnen pro Tag, andere verlangen für ein Wochenende den vollen Wochenpreis. Klären Sie, ob der Preis Anproben, Änderungen und die Reinigung einschließt oder ob diese Leistungen extra kosten.

Kaution und Schäden klären

Die Kaution ist bei Brautkleidverleihen üblich. Sie deckt Schäden ab, die während der Miete entstehen. Wichtig ist, was der Vertrag als Schaden zählt und was als normaler Verschleiß gilt. Ein kleiner Fleck am Saum nach einem langen Abend ist etwas anderes als ein Riss im Stoff. Fragen Sie, ob der Verleih bei kleineren Verschmutzungen eine Reinigungspauschale berechnet oder ob er die volle Kaution einbehält. Lassen Sie sich außerdem bestätigen, dass Sie das Kleid bei der Übergabe gemeinsam mit dem Personal auf vorhandene Schäden prüfen und diese im Vertrag oder auf einem Übergabeprotokoll festhalten können.

Stornierung und Verschiebung

Hochzeiten verschieben sich, und genau dafür braucht der Vertrag eine klare Regelung. Fragen Sie, bis wann Sie kostenlos stornieren können und was eine späte Absage kostet. Manche Verleihe verlangen bei kurzfristiger Stornierung den vollen Mietpreis, andere nur die Anzahlung. Wenn Sie online stornieren, gilt ein Grundsatz, den der Bundesgerichtshof für Kündigungen geklärt hat: Die Bestätigungsseite darf nur der Stornierung dienen und keine Werbung oder Zusatzangebote enthalten. Sie müssen also nicht durch Verkaufsangebote klicken, um Ihre Stornierung abzuschließen.

Anprobe und Änderungen

Ein gemietetes Kleid sitzt selten ohne Anpassung. Klären Sie vorab, ob Änderungen im Mietpreis enthalten sind und wer sie ausführt. Manche Verleihe haben eigene Schneiderinnen, andere arbeiten mit externen Änderungsschneidereien zusammen. Wichtig ist auch die Frage, was passiert, wenn das Kleid trotz Anprobe nicht richtig sitzt. Ein guter Verleih bietet eine zweite Anprobe an oder schlägt eine Alternative vor, bevor Sie das Kleid mitnehmen.

Rückgabe und Reinigung

Bei der Rückgabe entstehen oft Kosten. Fragen Sie, ob Sie das Kleid gereinigt zurückgeben müssen oder ob der Verleih die Reinigung übernimmt und im Preis enthalten ist. Klären Sie die Frist: Manche Verleihe verlangen die Rückgabe am Tag nach der Hochzeit, andere geben ein paar Tage Zeit. Verspätete Rückgaben kosten in vielen Verträgen eine Extragebühr. Lassen Sie sich bei der Rückgabe bestätigen, dass das Kleid in Ordnung ist, damit später keine Schäden auftauchen, die Sie nicht verursacht haben.