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Brautkleid leihen: Ablauf und Kosten

Wenn Sie Ihr Brautkleid nach der Hochzeit nicht behalten möchten, können Sie es leihen statt kaufen. Ob Sie mit dem Leihen sparen, hängt vom Mietpreis, den Kosten für Reinigung und Änderungen und der Kaution ab.

Welche Brautkleider gibt es zum Leihen?

Das Angebot unterscheidet sich je nach Verleih. Dort gibt es zum Beispiel schlichte oder moderne Modelle. Auch verschiedene Schnitte und Zweiteiler stehen zur Auswahl. Bei einzelnen Anbietern gibt es auch Umstandsbrautkleider. Die verfügbaren Größen hängen ebenfalls vom Geschäft ab; die Angebote reichen zum Beispiel von Größe 32 bis 60.

Klären Sie vor dem Anprobetermin, ob der gewünschte Stil und Ihre Größe verfügbar sind. Wenn Sie schwanger sind oder sich Ihre Körpermaße bis zur Hochzeit voraussichtlich ändern, fragen Sie auch, wann das Kleid angepasst wird und welche Änderungen möglich sind.

So läuft die Miete ab

Meist vereinbaren Sie zuerst einen Anprobetermin. Wenn das Kleid passt und am Hochzeitstermin verfügbar ist, reserviert der Verleih es und hält die Mietbedingungen fest. Danach besprechen Sie nötige Änderungen. Manche Geschäfte übernehmen kleine Anpassungen, andere erlauben nur begrenzte oder rückgängig zu machende Eingriffe. Größere Änderungen können ausgeschlossen oder zusätzlich berechnet werden.

Die Anbieter legen selbst fest, wann Sie das Kleid abholen und zurückgeben. Die Leihzeit beträgt je nach Geschäft beispielsweise fünf, sieben oder 14 Tage. Planen Sie genug Zeit für die Abholung vor der Hochzeit und die Rückgabe danach ein. Auch die Reinigung ist unterschiedlich geregelt: Bei manchen Verleihen ist sie im Preis enthalten, bei anderen müssen Sie das Kleid vor der Rückgabe professionell reinigen lassen.

Was kostet ein Leihkleid?

Die Mietpreise unterscheiden sich deutlich. Bei einzelnen Verleihen liegen die veröffentlichten Mietpreise zum Beispiel zwischen 99 und 499 Euro oder zwischen 350 und 800 Euro. Diese Beispiele zeigen nur die Preise der genannten Anbieter und keine allgemeine Marktspanne. Vergleichen Sie deshalb die Gesamtkosten und nicht nur den Grundpreis.

Zusätzlich kann eine Kaution fällig werden. In den betrachteten Angeboten beträgt sie beispielsweise 300 Euro oder 500 bis 600 Euro. Der Verleih zahlt die Kaution nach der Rückgabe zurück, abzüglich möglicher Kosten, die im Vertrag festgelegt sind, etwa für Schäden. Reinigung, Änderungen und eine verspätete Rückgabe können zusätzliche Kosten verursachen.

Mietbedingungen vor der Reservierung klären

Bevor Sie reservieren, lassen Sie sich die Mietbedingungen schriftlich geben. Klären Sie dabei besonders:

  • Welche Kosten sind im Mietpreis enthalten?
  • Wer übernimmt die Reinigung?
  • Welche Änderungen sind erlaubt und was kosten sie?
  • Wie hoch ist die Kaution, und unter welchen Bedingungen wird sie zurückgezahlt?
  • Wann müssen Sie das Kleid abholen und zurückgeben?
  • Welche Kosten gelten bei Schäden, starken Flecken oder verspäteter Rückgabe?
  • Was passiert bei einer Terminverschiebung oder Stornierung?

Wann lohnt sich das Leihen?

Ein Mietkleid ist eine gute Wahl, wenn Sie im vorhandenen Sortiment ein Kleid finden, das Ihnen gefällt, und es nach der Feier zurückgeben möchten. Sie sparen sich außerdem die spätere Aufbewahrung. Ob Sie damit im Vergleich zum Kauf sparen, hängt davon ab, welche Leistungen im Mietpreis enthalten sind und welche Zusatzkosten anfallen.

Wenn Sie ein ganz bestimmtes Design suchen oder umfangreiche Änderungen wünschen, fragen Sie beim Verleih nach, ob er das gewünschte Kleid anbieten und die Änderungen vornehmen kann. Ein Kauf oder ein gebrauchtes Kleid kann dann besser passen.