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Schnitte und Stile

Brautkleider für Mottohochzeiten

Bei einer Mottohochzeit passt das Brautkleid zum Stil der Feier, ohne wie ein Kostüm zu wirken. Schnitt, Stoff und Verzierungen zeigen das Motto; Blumen im Haar, auffälliger Schmuck oder eine besondere Jacke machen auch ein schlichtes Kleid persönlicher.

Wählen Sie ein oder zwei Details, die zu Ihrem persönlichen Stil passen. So fügt sich das Kleid in die Feier ein, und Sie fühlen sich den ganzen Tag wohl.

Flower Power und Boho

Für eine Hochzeit mit Anklängen an die Hippiezeit passen fließende Stoffe, florale Muster und natürliche Materialien. Ein cremefarbenes Kleid mit weiten Ärmeln wirkt mit einem Blumenkranz und geflochtenem Haar romantisch. Große Ohrringe oder aufgestickte Blumen fallen stärker auf.

Der Flower-Power-Stil war in den 1960er-Jahren nicht einheitlich. Blumenmuster und Verzierungen gab es in unterschiedlichen Formen; gegen Ende des Jahrzehnts prägten natürliche Blumen und ein naturverbundener Look besonders die Hippie-Mode. Legen Sie deshalb fest, ob Sie eher einen lockeren, blumigen Eindruck oder eine bestimmte historische Anmutung möchten. Ein schlichtes Kleid mit Blumen im Haar reicht für die erste Variante oft aus.

Mittelalterliche Kleider

Lange Linien, besondere Ärmel, mehrere Stofflagen oder ein auffälliger Gürtel geben einem mittelalterlich inspirierten Brautkleid seinen Charakter. Ein Cape, ein Haarband oder eine große Brosche ergänzen den Look, ohne dass jedes Kleidungsstück aufwendig gestaltet sein muss.

„Mittelalterlich“ bezeichnet allerdings keinen einzelnen Stil. Historische Frauenkleidung veränderte sich über die Jahrhunderte; Rekonstruktionen zeigen Kleidung aus der Zeit vom 12. bis ins frühe 16. Jahrhundert. Wenn Ihnen historische Genauigkeit wichtig ist, wählen Sie daher eine konkrete Epoche als Vorbild. Für eine märchenhafte Stimmung können Sie freier kombinieren. Dann orientiert sich der Look nur am Mittelalter und bildet keine genaue Rekonstruktion.

Persönliche Akzente fürs Brautkleid

Sie können Ihren Brautlook auch an einem Kleidungsstück orientieren, das Sie gern tragen, oder an Ihrem Hobby. Eine schwarze Lederjacke über einem weißen Kleid macht den Look moderner und lässiger. Ein luftiges Sommerkleid passt mit Schleier, auffälligem Schmuck oder einem festlichen Gürtel mehr als Hochzeitsoutfit. Eine farbige Schärpe oder besondere Schuhe können ebenfalls genügen.

Wählen Sie Accessoires, die zum Kleid und zum Anlass passen. Bei einer Feier im Freien sollten Schuhe zum Untergrund passen; barfuß zu gehen ist eher eine praktische Entscheidung für geeignete Orte als ein notwendiger Teil des Looks. Wenn das Kleid selbst schon auffällig ist, halten Sie Schmuck und Frisur ruhiger. So bleibt der Gesamteindruck klar.

Brautkleid finden und anpassen

Sie können ein fertiges Modell wählen, ein Kleid leihen oder es maßanfertigen lassen. Ein vorhandenes Kleid lässt sich durch ausgewählte Accessoires an das Motto anpassen. Bei einem historischen Schnitt oder besonderen Ärmeln kann eine Anfertigung mehr Spielraum bieten. Je nach Anbieter variieren die verfügbaren Größen und möglichen Änderungen; auch die Mietbedingungen unterscheiden sich.

Klären Sie vor der Entscheidung, wie oft Sie das Kleid tragen möchten, welche Änderungen nötig sind und ob Sie passende Accessoires ebenfalls leihen oder kaufen können. Bei einer Maßanfertigung sollten Sie außerdem genügend Zeit für Beratung und Anproben einplanen. Die Preise hängen vom Atelier, den Materialien und dem Aufwand ab.

Brautkleid und Partnerlook abstimmen

Brautkleid und Outfit des Partners müssen nicht identisch wirken. Ein gemeinsamer Farbton, ein ähnliches Material oder ein wiederkehrendes Motiv verbindet die Looks, während jeder seinen eigenen Stil behält. Besprechen Sie vorab, wie festlich oder leger die Feier ausfallen soll. So können Sie sich noch überraschen lassen, ohne dass eines der Outfits unerwartet aus dem Rahmen fällt.