Brautkleider · Stoffe · AnprobeMeinBrautkleid.netSuchen
Schnitte und Stile

Arabische Hochzeitskleider

Arabische Brautmode ist regional verschieden. Historische Hochzeitsgewänder aus Palästina, Saudi-Arabien und Marokko sind mit farbigen Stickereien und auffälligem Kopfschmuck verziert und bestehen aus kostbaren Stoffen. Ein einheitliches arabisches Brautkleid oder eine allgemeine Regel gegen Weiß gibt es nicht.

Auch heute wählen Bräute ihr Outfit nach Geschmack, familiären Traditionen und Anlass. Manche tragen ein traditionelles Festgewand, andere ein weißes Kleid oder wechseln während der Feier die Kleidung.

Farben und Stoffe

Viele historische Brautgewänder sind farbig. Die Farben unterscheiden sich je nach Region und Kleid. Ein Hochzeitsgewand aus der palästinensischen Gegend von Isdud, das etwa aus den Jahren 1920 bis 1930 stammt, besteht aus dunklem Leinen. Rote Seidenstickerei sowie gelbe, pinke, orange und blaue Akzente bilden farbige Muster.

Ein historisches Brautkleid aus Taif in Saudi-Arabien zeigt eine andere Kombination: schwarzer Samt mit dichter Stickerei in Orange, Gelb, Rot, Grün und Weiß. Die Beispiele zeigen, wie vielseitig Farben eingesetzt wurden. Sie begründen jedoch keine allgemeine Farbsymbolik für alle arabischen Bräute.

In den erhaltenen Gewändern finden sich Seide, Samt und Leinen. In einem historischen Ensemble aus Bethlehem verbinden sich handgewebtes Leinen und Seide mit Stickerei aus Seiden- und Metallfäden. Solche Fäden können gold- oder silberfarben schimmern. Sie gehören zum Stoff; Schmuck wird separat getragen.

Stickerei und regionale Muster

Stickerei verziert Brautgewänder und kann zugleich auf eine bestimmte Herkunft verweisen. Bei der palästinensischen tatreez-Stickerei gibt es regionale Muster und Techniken, die auf kulturelle Traditionen verweisen. Die Verzierungen können Hinweise auf die Familiengeschichte der Trägerin und das regionale Handwerk geben.

Arabische Brautgewänder haben keine einheitlichen Muster. Wer ein traditionelles Gewand für eine Hochzeit auswählt, sollte deshalb nach der konkreten Herkunft und Bedeutung des Kleidungsstücks fragen. So können Sie den Bezug zur jeweiligen Tradition besser einordnen.

Schnitt und Kopfschmuck

Historische Kleider unterscheiden sich auch in Schnitt und Bedeckung. Das Hochzeitskleid aus Taif ist weit geschnitten und hat Dreiviertelärmel. Ein anderes historisches Kleid aus der palästinensischen Gegend von Beit Dajan wird dagegen mit einem offenen Brustbereich beschrieben. Daraus ergibt sich keine feste Regel für Ausschnitt, Ärmel oder Taillierung.

Bei manchen historischen Ensembles gehören Schleier und Kopfschmuck dazu. Für die Brautmode aus Bethlehem ist etwa ein Kopfschmuck mit Münzen und Kinnkette dokumentiert. Ein Schleier aus dem Raum Ramallah aus dem 19. Jahrhundert besteht aus weißem Leinen mit farbiger Seidenstickerei. Diese Beispiele zeigen regionale Formen des Kopfschmucks. Schleier oder Diademe sind keine allgemeine Pflicht.

Traditionelle und moderne Brautkleider

Viele Bräute entscheiden sich für ein traditionelles Gewand oder ein modernes Brautkleid. Ein festliches Outfit kann regionale Handwerkskunst zeigen; ein weißes Kleid kann den persönlichen Stil der Braut widerspiegeln. Auch mehrere Outfits während einer Feier sind eine Möglichkeit, unterschiedliche Wünsche zu verbinden.

Wenn Sie ein traditionell inspiriertes Kleid suchen, klären Sie zuerst, auf welche Region oder welches Familienerbe es sich beziehen soll. Danach lassen sich Stoff, Stickerei, Schnitt und Kopfschmuck gezielter auswählen. So vermeiden Sie, verschiedene Traditionen zu einem vermeintlich einheitlichen Stil zu vermischen.