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Schnitte und Stile

Ungewöhnliche Brautkleider

Ein Brautkleid muss weder weiß noch bodenlang sein. Ein kurzer Rock mit langer Schleppe, ein dunkler Farbton oder ein Schnitt nach historischem Vorbild macht das Kleid besonders. Überlegen Sie, welche Wirkung Sie möchten, und wählen Sie ein Kleid, in dem Sie sich wohlfühlen.

Auffällige Schnitte und Details

Schon ein einzelnes Detail kann ein Brautkleid besonders machen. Bei einem sogenannten High-Low-Saum ist der Rock vorne kürzer und hinten länger. So bleiben Schuhe und Beine sichtbar, während das Kleid von hinten wie eine Schleppe wirkt. Auch ein knielanges Kleid mit weit schwingendem Rock, ein asymmetrischer Ausschnitt oder dramatische Ärmel verändern die Silhouette.

Wenn Sie eine lange Schleppe möchten, wählen Sie ein bodenlanges Kleid. Für den Empfang lässt sie sich häufig hochstecken; eine abnehmbare Schleppe macht den Wechsel zwischen Zeremonie und Feier leichter. Klären Sie die Länge und Befestigung früh mit dem Brautmodengeschäft oder der Schneiderei. Eine Schleppe muss zum Veranstaltungsort passen und sich beim Gehen, Sitzen und Tanzen gut handhaben lassen.

Spitze, Stickereien, Perlen, Schleifen, Federn und Stoffblumen können ein schlichtes Kleid verändern. Kombinieren Sie zunächst ein auffälliges Detail mit einem schlichten Schnitt. Wenn Sie mehrere auffällige Details wählen, wirkt das Kleid schnell opulent. Ein schlichtes Modell lässt sich auch mit einem besonderen Schleier, einem Überrock oder auffälligem Schmuck verändern. Besprechen Sie größere Änderungen früh mit einer auf Brautmode spezialisierten Schneiderei, besonders bei empfindlichen Stoffen.

Retro, Märchen und Gothic

Ein Retro-Look der 1950er-Jahre hat oft eine betonte Taille und einen knielangen, weit schwingenden Rock. Ein voluminöser Rock, eine lange Schleppe und aufwendige Verzierungen sorgen für einen märchenhaften Look. Mittelalterlich inspirierte Kleider sind dabei oft moderne Interpretationen und keine genaue Nachbildung historischer Kleidung.

Ein Gothic-inspirierter Look kann durch dunkle Farben, Spitze, Korsettformen oder dramatische Ärmel entstehen. Dafür muss das ganze Outfit nicht schwarz sein: Auch ein dunkles Zweitkleid für den Abend oder einzelne dunkle Akzente passen zu diesem Stil. Soll das Kleid nicht wie ein Kostüm wirken, wählen Sie Schnitte und Materialien, die Sie auch ohne Motto gern tragen.

Farbe statt Weiß

In der westlichen Brautmode ist Weiß verbreitet. Die Tradition gilt nicht überall. Queen Victorias Hochzeit 1840 trug dazu bei, dass weiße Brautkleider im 19. Jahrhundert populär wurden. Auch Mode, gesellschaftliche Vorstellungen und die damalige Aufmerksamkeit für Spitzenstoffe prägten diese Entwicklung.

Für einen zurückhaltenden Farbakzent eignen sich etwa Blush, Champagner oder Gold. Smaragdgrün, Burgunderrot und Dunkelblau wirken kräftiger. Auch einzelne Stickereien, Blumenmuster oder ein farbiger Überrock bringen Farbe ins Kleid und verändern den Look. Entscheiden Sie danach, ob die Farbe zu Ihrem persönlichen Stil, zum Hochzeitskonzept oder zu beidem passt.

Farben und Kleidungsformen haben je nach Kultur unterschiedliche Bedeutungen. Rot ist beispielsweise in verschiedenen asiatischen Hochzeitstraditionen eine wichtige Farbe. Ein solches Kleid ist daher nicht automatisch eine ungewöhnliche Variante westlicher Brautmode. Wenn Sie sich an einer konkreten Tradition orientieren, informieren Sie sich über ihre Herkunft und Bedeutung, statt sie nur wegen ihres Aussehens zu wählen.

Ein Brautkleid passend auswählen

Legen Sie vor der Suche fest, wie das Kleid wirken soll: verspielt, elegant, romantisch oder dramatisch. Wählen Sie anschließend, wodurch es auffallen soll, etwa durch die Farbe, den Schnitt oder ein besonderes Detail. So vermeiden Sie, dass zu viele auffällige Elemente miteinander konkurrieren.

Denken Sie auch an den Ablauf des Hochzeitstags. Ein kurzes Kleid gibt mehr Bewegungsfreiheit, eine lange Schleppe braucht beim Gehen und Feiern mehr Aufmerksamkeit. Probieren Sie das Kleid mit den vorgesehenen Schuhen an und klären Sie, welche Änderungen nötig sind. Wenn Sie das Kleid später erneut tragen möchten, können ein wandelbares Modell oder abnehmbare Teile sinnvoll sein.